Sculptra®-Behandlung mit Poly-L-Milchsäure in Lübeck
Was ist Sculptra®?
Sculptra® ist ein injizierbares Präparat auf Basis von Poly-L-Milchsäure, kurz PLLA. Es wird vorwiegend als Kollagenstimulator eingesetzt und unterscheidet sich damit von einem klassischen Hyaluronsäure-Filler.
Poly-L-Milchsäure kann körpereigene Prozesse zur Bildung von Kollagen unterstützen. Das Material wird anschließend schrittweise vom Körper abgebaut.
Eine Sculptra®-Behandlung kann bei geeigneten Patientinnen und Patienten zum schrittweisen Ausgleich bestimmter Volumenverluste und zur Verbesserung der Hautstruktur eingesetzt werden.
Das Präparat wird nach der vorgeschriebenen Aufbereitung mit einer dünnen Nadel oder stumpfen Kanüle injiziert. Direkt nach der Behandlung kann zunächst ein Volumeneffekt sichtbar sein. Dieser entsteht teilweise durch die eingebrachte Flüssigkeit und geht in den folgenden Tagen zunächst wieder zurück.
Das eigentliche Ergebnis entwickelt sich schrittweise über mehrere Wochen bis Monate. Häufig sind mehrere Behandlungssitzungen erforderlich. Anzahl und zeitliche Abstände werden nach dem individuellen Befund festgelegt.
Sculptra® ermöglicht einen allmählichen Volumenaufbau und kann die körpereigene Kollagenbildung unterstützen. Da sich die Veränderung langsam entwickelt, kann das Ergebnis besonders natürlich erscheinen.
Zu beachten ist, dass der Effekt nicht sofort vollständig sichtbar und die individuelle Gewebereaktion nicht exakt vorhersehbar ist.
Poly-L-Milchsäure kann nicht mit Hyaluronidase aufgelöst werden. Die Behandlung unerwünschter Ergebnisse oder von Knötchen kann deshalb aufwendiger und langwieriger sein als bei einem reinen Hyaluronsäure-Filler.
Ein bestimmtes Ergebnis oder eine feste Wirkungsdauer können nicht garantiert werden.
- Rötungen und Schwellungen
- Blutergüsse
- Schmerzen, Brennen oder Druckempfindlichkeit
- Juckreiz
- Spannungsgefühl
- tastbare Unebenheiten oder Verhärtungen
Eine besondere mögliche Nebenwirkung sind verzögert auftretende Knötchen oder Knoten. Diese können erst Wochen oder Monate nach der Behandlung entstehen und gegebenenfalls eine ärztliche Behandlung erforderlich machen.
Weitere mögliche Komplikationen sind Infektionen, Entzündungen, Asymmetrien, Über- oder Unterkorrekturen, Granulome und Narbenbildung.
Sehr selten kann es zu einem Gefäßverschluss kommen. Starke oder zunehmende Schmerzen, auffällige Hautverfärbungen, Blasenbildung oder Sehstörungen müssen sofort medizinisch abgeklärt werden.
Je nach Behandlungstechnik kann eine Massage der behandelten Bereiche empfohlen werden. Diese sollte ausschließlich entsprechend der ärztlichen Anleitung durchgeführt werden.
In den ersten Tagen sollten starke Hitze, Sauna, intensive körperliche Belastung und Druck auf die behandelte Region möglichst vermieden werden.
Ist Sculptra® ein klassischer Filler?
Sculptra® wird vorwiegend als Kollagenstimulator eingesetzt. Das sichtbare Ergebnis entsteht schrittweise durch körpereigene Gewebeprozesse.
Wann wird das Ergebnis sichtbar?
Das eigentliche Ergebnis entwickelt sich über mehrere Wochen bis Monate. Der unmittelbar nach der Injektion sichtbare Effekt ist teilweise auf die eingebrachte Flüssigkeit zurückzuführen.
Kann Sculptra® wieder aufgelöst werden?
Nein. Poly-L-Milchsäure kann nicht mit Hyaluronidase aufgelöst werden.
Sind mehrere Behandlungen erforderlich?
Häufig wird Sculptra® als Behandlungsserie angewendet. Die erforderliche Anzahl hängt vom Ausgangsbefund und von der individuellen Gewebereaktion ab.
Ob eine Behandlung mit Sculptra® für Sie geeignet ist, wird nach einer persönlichen Untersuchung in unserer Praxis in Lübeck entschieden. Dabei werden die möglichen Ergebnisse, Alternativen, Risiken und die erforderliche Nachsorge besprochen.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Patienteninformation und ersetzen keine persönliche ärztliche Untersuchung und Aufklärung.